DUCKOMENTA – Emden wird geENTErt

Kunst und Kultur einer Parallelwelt? Die Sonderausstellung DUCKOMENTA – Emden wird geENTErt zeigt noch bis zum 23. September 2018 satirisch, tierische Kunstwerke. Teetied war vor Ort und hat sich einen ersten Eindruck verschafft.

„Mehr als zwei Millionen Besucher haben sie europaweit bereits gesehen, nun ist die DUCKOMENTA zum ersten Mal in unserer Region zu Gast“, erklärt der Direktor des Ostfriesischen Landesmuseum Emden Dr. Wolfgang Jahn. „Ob Duckfretete oder die Ente mit dem Perlenohrring: Wesentliche Meisterwerke der vergangenen drei Jahrtausende werden in einer frischen Neuinterpretation präsentiert und halten dem Ernst der großen Geschichte für einen Moment ein Augenzwinkern entgegen“, führt er weiter aus. Die DUCKOMENTA lädt dabei zu einer außergewöhnlichen Entdeckungsreise durch die Kunst- und Kulturgeschichte ein. Gemeinsam mit den Städtischen Museen Oldenburg zeigt das Ostfriesische Landesmuseum Emden rund 300 Werke, die sehr vertraut scheinen und doch aus einer anderen Welt, nämlich, verENTEt sind.

Als Ausstellung für die ganze Familie, für Jung und Alt, gibt die DUCKOMENTA ein Stück globalisierter Kultur wieder. „Seit dem Jahr 1986 ist die Ausstellung in vielen Museen zu Gast gewesen, oft mit Besucherrekorden“, betont Jahn.

„Die fast vergessene Kultur der Anatiden (der Entenähnlichen) beginnt ähnlich wie die Kulturgeschichte der Menschheit in der früheren Steinzeit und zeigt erstaunliche Parallelen“, erläutert Anke Doepner aus Berlin. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Landesmuseums Aiko Schmidt hat sie die Ausstellung in Emden kuratiert.

Offenbar Seite an Seite mit der Menschheit hat lange Zeit von dieser unbeachtet eine mysteriöse Entensippe gelebt. In ähnlicher Weise wie die Menschen sind die Anatiden den Weg von der steinzeitlichen Höhle über die Hochkulturen der Antike bis in die Moderne gegangen. Ihre Spuren und Relikte wurden bei jahrelangen Forschungsreisen durch alle Kontinente von der Berliner Künstlergruppe interDuck gesammelt und enträtselt. Dabei sind die Anatidenforscher auch in Oldenburg und Menden fündig geworden und haben bisher unbekannte Werke in das Licht der Öffentlichkeit gehoben.

In Emden ist dies ein Gemälde, das offenbar lange Zeit auf der Rückseite einer Leinwand verborgen gewesen ist und nun erstmals in einer Ausstellung öffentlich zu sehen ist. Bei dem Werk handelt es sich um ein Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranduck dem Jüngeren und ist ein Porträt des Gerhard Poulardus.
„Das Gemälde ist ein bedeutender Beweis für die historische Existenz dieser besonderen Wesen in Ostfriesland“, bestätigt Doepner.


Das Ostfriesische Landesmuseum Emden ist das kunst-, kultur- und landesgeschichtliche Museum Ostfrieslands. Es versteht sich als ein europäisches Regionalmuseum, in dem Geschichte, Kunst und historische Lebenswelten interdisziplinar in einer umfassenden Dauerausstellung mit Blick auf andere europäische Regionen, speziell zu den Niederlanden, dargeboten werden.
Der Bogen der Ausstellungsstücke spannt sich von der Steinzeitaxt über Gemälde der niederländischen Schule aus dem 16./ 17. Jahrhundert, die Emder Rüstkammer mit Waffen und Rüstungen vor allem aus der Früheren Neuzeit bis hin zu Foto- und Filmdokumenten aus jüngster Zeit.
Institutionelle Träger des Ostfriesischen Landesmuseums Emden sind die Stadt Emden und die Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer seit 1820. Im Jahr 2007 wurde das Landesmuseum vom Museumsverband Niedersachsen und Bremen e.V. erfolgreich zertifiziert und 2015 erneut mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Noch mehr Einblicke zur Ausstellung bekommt ihr im Trailer:

 

Ihr habt Lust auf mehr bekommen? Die Ausstellung „DUCKOMENTA – Emden wird geENTErt“ läuft bis zum 23.09.2018 im Ostfriesischen Landesmuseum Emden. Mehr Informationen bekommt ihr auf der Webseite www.duckomenta.de .

Titelbild: Blaue Ente © interDuck

 

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