Ostfriesische Häuptlinge an der Macht

Ostfriesland ist reich an schönen Schlössern und jede von ihnen besitzt eine einzigartige Vergangenheit, die Ostfriesland prägt. Teetied hat sich das Auricher Schloss und ihre bedeutsame Geschichte nun einmal etwas genauer angeschaut.

In der Region gab es in der Vergangenheit viele Machtkämpfe der „ostfriesischen Häuptlinge“. So nannten sich die Regenten bis Mitte des 15. Jahrhunderts in Ostfriesland.
Durch wechselnde Besitzverhältnisse während dieser Zeit wurden viele Gebäude, Burgen und Anlagen errichtet und auch wieder zerstört. Eine dieser Burgen befand sich im heutigen Auricher Schlossbezirk.

Die Cirksenas sind die Mitglieder einer ostfriesischen Adelsfamilie, deren Geschichte von Kämpfen zur Vorherschaft Ostfrieslands geprägt ist. Im Jahr 1464 wurde Ulrich Cirksena von Kaiser Friedrich ||| in den Reichsgrafenstand erhoben und setzte sich dann im Jahr 1464 schließlich als ostfriesischer Herrscher durch. Als neuen Sitz ließen die Cirksenas in Aurich gegenüber der alten Häuptlingsburg eine neue, stattliche Wasserburg errichten.

Die auf dem zuvor für Pferde- und Viehmärkte genutzte Gelände erbaute Burg, war die Averborg. Es ist eine dreigeschossige Viereckanlage mit vier Türmen. Diese Art von Anlage bewehrte sich, da sie gegen feindliche Angriffe durch drei Gräben und einen hohen Wall geschützt war.

Ungefähr 100 Jahre später wurde die Burg durch einen nächtlichen Brand schwer beschädigt. In Auftrag von Ezard ||, der mit Katharina von Schweden verheiratet war, wurde die Burg anschließend in einem 10 jährigen Umbau im Renaissancestil wiederhergestellt.

Nach vielen weiteren Veränderungen fiel die Averborg unter französische Herrschaft. Während dieser Zeit wurde der östliche Flügel abgerissen, so dass das Schloss zur östlichen Seite hin offen war. Doch im Jahr 1852 wurde das Cirksena-Schloss unter hannoverscher Herrschaft zum Teil niedergerissen und durch einen neuen Bau ersetzt, das heutige Auricher Schloss.

Woher hatte die Averborg ihren Namen?

Eine mögliche Namensdeutung besagt, dass Aveborg so viel heißt wie „Gegenüber der der alten Burg, jenseits der Aa“.

Wer einen Einkaufsbummel durch das Auricher Stadtzentrum unternimmt, der sollte sich auf jeden Fall einmal das Areal rund um das Auricher Schloss ansehen. Zum Auricher Schlossbezirk gehören neben dem Auricher Schloss, der Marstall, das Schlösschen und der Schlosspark. Heute befinden sich in diesem Gebäudekomplex das Landgericht, das Amtsgericht und das Niedersächsische Landesamt für Bezüge und Versorgung, jedoch lädt der Schlosspark zum Spazieren und Verweilen ein.
Zum Schlossbezirk gelangt man direkt durch die beliebte Fußgängerzone in der  „Burgstraße“.

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